Das Unternehmen hinter Claude hat am 26. Oktober seinen Börsenprospekt bei der US-Börsenaufsicht öffentlich gemacht. Die Aktie soll an der Nasdaq unter dem Kürzel ANT gehandelt werden.
Anthropic hat am 26. Oktober den Börsenprospekt, das Formular S-1, bei der US-Börsenaufsicht SEC öffentlich eingereicht. Einen vertraulichen Entwurf hatte das Unternehmen schon im Juni abgegeben. Gehandelt werden sollen Aktien der Klasse A an der Nasdaq unter dem Kürzel ANT. Wie viele Aktien angeboten werden und zu welchem Preis, steht noch nicht fest. Angeführt wird das Bankenkonsortium von Goldman Sachs und Morgan Stanley.
Im ersten Halbjahr 2026 hat Anthropic laut Prospekt 16,3 Milliarden US-Dollar umgesetzt, nach 1,16 Milliarden im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Rund 80 Prozent davon, also 13,1 Milliarden, kamen aus verbrauchsabhängiger Abrechnung, 20 Prozent oder 3,2 Milliarden aus Abonnements.
Unter dem Strich steht ein Verlust von 80,7 Milliarden Dollar, nach rund 13 Milliarden im Vorjahr. 72,4 Milliarden davon sind Bewertungseffekte, etwa aus Wandelanleihen und Derivaten, bei denen kein Geld fließt. Operativ lag der Verlust bei 693 Millionen Dollar nach 2,1 Milliarden ein Jahr zuvor. Aus dem laufenden Geschäft flossen 3,9 Milliarden Dollar zu. Die Kosten für Rechenleistung stiegen von 2,3 auf 8,9 Milliarden.
Im Prospekt stehen außerdem langfristige Abnahmeverpflichtungen für Rechenleistung. Bei Google sind es 114,5 Milliarden Dollar, bei Amazon 110 Milliarden und bei Microsoft mindestens 44,9 Milliarden. Dazu kommt ein Leasingvertrag für Hardware mit Broadcom über 161,2 Milliarden Dollar ohne Zinsen.
Wann der Handel beginnt, hat Anthropic nicht mitgeteilt. Bloomberg berichtet, dass der Börsengang noch im November kommen könnte. Die New York Times schreibt von einem möglichen Volumen von mehr als 100 Milliarden Dollar und einer Bewertung von bis zu 2 Billionen Dollar.

