Präsident Trump hat eine Proklamation nach Section 232 unterzeichnet. Seine Regierung soll mit Handelspartnern über die Einfuhr von Robotern und Maschinen verhandeln, Zölle sind noch nicht festgelegt.
US-Präsident Donald Trump hat am 28. Oktober eine Proklamation zur Einfuhr von Robotik, Industriemaschinen sowie deren Teilen und Komponenten unterzeichnet. Grundlage ist Section 232 des Trade Expansion Act von 1962. Danach kann der Präsident Einfuhren beschränken, wenn sie die nationale Sicherheit gefährden, und genau zu diesem Ergebnis ist die Regierung bei Robotern und Maschinen gekommen.
Handelsministerium und Handelsbeauftragter sollen jetzt mit den Handelspartnern verhandeln. Zollsätze oder einen Stichtag nennt das Fact Sheet des Weißen Hauses nicht, der Präsident kann aber später weitere Maßnahmen anordnen. Laut The Robot Report sind ausdrücklich auch autonome Roboter, Humanoide, Vierbeiner und autonome Bodenfahrzeuge erfasst. Brendan Schulman von Boston Dynamics rechnet dort mit etwa sechs Monaten Verhandlungen, danach würden weitere Schritte geprüft.
Was das für Europa heißen kann
Die EU und Deutschland werden in den bisherigen Unterlagen nicht eigens genannt. Das Marktforschungsunternehmen Interact Analysis sieht in dem Schritt trotzdem ein klares Signal, dass später Zölle oder Quoten kommen könnten, die Preise und Wettbewerb beeinflussen. Große Roboterhersteller wie FANUC, Yaskawa und Teradyne Robotics haben bereits Investitionen in den USA angekündigt.
Für deutsche und Schweizer Roboter- und Maschinenbauer mit Geschäft in den USA bleibt damit vorerst offen, was am Ende der Verhandlungen steht.

