Neue Autos fahren in mehreren BMW-Werken ohne Fahrer über das Werksgelände. Die Technik des Zürcher Unternehmens Embotech hat die Marke von einer Million Fahrten erreicht, auch in Dingolfing und Regensburg.
Seit 2022 fahren bei BMW fertige Autos selbstständig durchs Werk, ohne dass jemand am Steuer sitzt. Angefangen hat das als Pilot in Dingolfing, inzwischen läuft das System auch in Leipzig, Regensburg und im Mini-Werk in Oxford. Die Technik stammt von Embotech, einer Ausgründung der ETH Zürich. Jetzt ist die Marke von einer Million automatisierten Fahrten erreicht.
Die Sensorik steckt dabei nicht im Auto, sondern an der Strecke. Lidar-Sensoren erfassen die Umgebung, ein Rechner außerhalb des Fahrzeugs plant die Bahn zehnmal pro Sekunde. Eine eigene Sicherheitsarchitektur hat laut The Robot Report der TÜV SÜD zertifiziert.
Es geht immer schneller
Pro Tag kommen rund 3.500 solcher Fahrten zusammen, die Verfügbarkeit liegt bei über 99,5 Prozent. Für die ersten 500.000 Fahrten hat es 15 Monate gebraucht, für die nächsten 500.000 nur noch sieben. Als nächster Standort folgt 2027 das US-Werk Spartanburg. Produktionsvorstand Raymond Wittmann kündigt an, die Technik weltweit einzuführen.

